Technische Muttern die durch ein separates Maschinenelement oder ein in die Mutter integriertes Element gegen Lösen geschützt werden.
Kontermutter
auch Gegenmutter genannt, ist keine besondere Bauform, sondern eine mit einer primären Mutter kombinierte zweite Mutter gemeint. Die Besonderheit in der Form besteht höchstens darin, dass als Kontermutter oft eine flache Sechskantmutter verwendet wird. Mutter und Kontermutter werden gegeneinander verdreht, wodurch ein Kraftschluss zwischen ihnen und dem Schraubenteil unter ihnen entsteht. „Kontern“ ist eine der weniger gut wirksamen Maßnahmen gegen Lösen.
Kronenmutter
wird mit Hilfe eines Splints formschlüssig gegen Drehen mit dem Schraubenschaft verbunden. In der Schraube ist ein entsprechendes Querloch anzubringen. Die Mutter trägt einen radial geschlitzten Ring, eine „Krone“. In einen dieser Schlitze greift der Splint ein.
Selbstsichernde Mutter
auch Stoppmutter genannt, stellt eine Sicherung gegen Lösen her, ohne dass ein weiteres Maschinenelement benötigt und ohne dass der Schraubenschaft bearbeitet werden muss. Eine selbstsichernde Mutter ist eine technische Mutter, die an einer der Stirnflächen ringförmig erweitert ist und in einer inneren Nut einen Ring aus Kunststoff, meist aus Polyamid, enthält. Dieser Ring – laut DIN-Norm Klemmteil genannt – wird beim Durchgang der Schraube plastisch und elastisch verformt. Der elastische Anteil bewirkt eine radial wirkende kraftschlüssige Sicherung gegen Lösen der Mutter. Da der Kunststoffring beim Lösen verschleißt und seine Sicherungswirkung verliert, sind diese Muttern Einwegware. Eine weitere technische Ausführung der selbstsichernden Mutter ist die Ganzstahl- Sicherungsmutter. Hierbei ist in der inneren Nut ein Stahlring als Sicherungselement montiert. Das Sicherungselement wirkt in radialer und axialer Richtung und bewirkt eine gleichmäßige Klemmwirkung auf dem vollen Umfang eines Gewindeganges. Die Ganzstahl- Sicherungsmutter kann mehrfach verwendet werden.
Spannmutter
ist in der Regel eine sehr große Mutter, welche Rund um das Gewindeloch mehrere Schrauben mit relativ kleinem Durchmesser angebracht hat, mit denen die an die Anlagefläche lose heran gedrehte Mutter befestigt wird. Es ist kein großer Schraubenschlüssel erforderlich, und das Anzugsmoment lässt sich in auf die Schrauben verteilten Schritten erzeugen.